Wettbewerb Gymnasium Kufstein (2011)

Schillerstraße 2, 6330 Kufstein

Architektur: Wiesflecker Architekten

Karl-Heinz Klopf: "Zerknitterte Wand" | Visualisierung: © Karl-Heinz Klopf / Wiesflecker Architekten Karl-Heinz Klopf: "Zerknitterte Wand" | Visualisierung: © Karl-Heinz Klopf / Wiesflecker Architekten


Der Künstler KARL-HEINZ KLOPF konnte am 17. Juni 2011 den von der BIG geladenen künstlerischen Wettbewerb für die Sanierung und Erweiterung des Gymnasiums Kufstein für sich entscheiden.


 

Die Jury begründete die einstimmige Entscheidung für das Siegerprojekt folgendermaßen:

„Karl-Heinz Klopf hat mit seinem Konzept einer zerknitterten Struktur für die Wand die Jury überzeugt. Ein zerknittertes Blatt Papier wird dabei sozusagen aus den Innenräumen der Schule herausgezoomt und als Teil der Architektur in den Außenraum transformiert. Die Wand wird in Beton ausgeführt, ist als skulpturales Element ausgebildet, bei dem das Innen und Außen in enger Beziehung steht. Sie fungiert als Schnittstelle zwischen Schule und Park. Der Blick von innen auf die zerknitterte Wand erzeugt eine besondere Atmosphäre, wirkt inszeniert und durch das einfallende Tageslicht dynamisch reflektierend. Mit diesem in die Architektur integrierten Bauteil entsteht zum einen ein Superzeichen für die Schule, sowie ein prägnanter städtebaulicher Baustein, der die topologische und kulturelle Identität der Stadt Kufstein auf neue Weise weiterführt.“

 

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Jury

Klaus-Jürgen Bauer

Katharina Blaas

Gerlinde Christandl

Gregor Eichinger

Erich Rieck

Eva Schlegel

Nicole Six

Johannes Wiesflecker

 

TeilnehmerInnen

Ricarda Denzer

Werner Feiersinger

Eva Grubinger

Karl-Heinz Klopf

Karl-Heinz Ströhle

Brigitte Waldach

 

Karl-Heinz Klopf "Zerknitterte Wand"

SIEGERPROJEKT:
Karl-Heinz Klopf/
"ZERKNITTERTE WAND"

Der Ausgangsgedanke ist die Idee der Transformation. So wie Beton vom flüssigen Aggregatzustand in eine feste Form übergeht, so spielt der Entwurf mit der Transformation eines Blattes Papier in eine andere Beschaffenheit. Papier ist im digitalen Zeitalter weiterhin ein wichtiger Träger in allen Bereichen der Wissens- und Informationsvermittlung. Durch Zerknüllen wird ein Blatt Papier in die Dreidimensionalität übergeführt. Das Zerknüllen und Wiederausbreiten von Papier stellt eine Metapher für Lernen durch kreative Prozesse, für Forschen im Hin und Her zwischen Verwerfen und Neubeginn dar.


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Ricarda Denzer "Gümmi"

Ricarda Denzer
"GÜMMI"

 

Gümmi ist der seit Generationen von den SchülerInnen gebrauchte Name für die Schule. Der Vorschlag für die Fassadengestaltung ist, den SchülerInnen die Möglichkeit zu geben, ihre Spuren am Gebäude zu hinterlassen, sie sollen die Fassade durch ihre Körperschriften, dynamische Ornamente, die in Tanzworkshops entstehen, selbst gestalten. Die Fassadenwand ist auf beiden Seiten eine Komposition der aus Bewegung entstandenen Bilder.


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Werner Feiersinger - ohne Titel

Werner Feiersinger
ohne Titel

 
Die Zeichen mit ihren verschiedenen Bedeutungen wollen ein Bild erzeugen, welches immer von neuem zum Vexierpunkt werden kann, und die es zu entschlüsseln gilt. Zum Teil vom Typografischen herkommend oder als abstrakt denkbare Skulpturenumrisse, eine räumliche Tiefe suggerierend, können diese auf verschiedene Arten interpretiert werden. Durch den Lichteinfall und durch die unterschiedliche Form der Zeichen ergeben sich spannende Lichtformen im Innenraum.


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Eva Grubinger "The Flock"

Eva Grubinger
"The Flock"

Vögel stehen für Freiheit und kollektive Intelligenz, aber auch für drohende Gefahr. In diesem Sinne wird Schule hier nicht als Käfig, sondern als ein lebendiges, geschütztes Nest verstanden, in dem man gemeinschaftlich lernen kann, selbständig und angstfrei zu fliegen.


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Karl-Heinz Ströhle "Blubb"

Karl-Heinz Ströhle
"Blubb"
 

Die gestaltete Fassade steht im Gegensatz zu dem sonst rational nüchternen Bau.
Das Projekt sieht runde, eingeklemmte Formen flächendeckend als Relief angeordnet vor.
Optisch entsteht je nach Tageslicht ein Effekt des Changierens von leeren und gefüllten Formen - ein Effekt der Sinneswahrnehmung als grundlegende Erfahrung des Sehens.
In der Wand sind Formenelemente als Löcher ausgespart, um den dahinterliegenden Räumen Ausblicke zu gewähren und Licht von Außen zu spenden.


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Brigitte Waldach
"Magie und Möglichkeit"

Der Fassadenkasten wird durchbrochen von 20 unterschiedlich großen Öffnungen, die Symbole aus unterschiedlichen Kontexten zeigen. Es sind Ein- und Ausgänge in einen magischen blauen bzw. roten Farbschacht, der individuell (von den Schülern auf den Glasscheiben) kommentiert werden kann.
Das Tageslicht fällt gefiltert durch die getönten Gläser und lässt die Symbole in Form und Bedeutung aufstrahlen, einem Kirchenfenster vergleichbar. Nachts scheinen sich die Symbole vom Gebäude zu lösen: Bedeutung, Farbe und Licht dehnen sich gewissermaßen aus.


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